MYKKE

Multizentrisches Register für Kinder und Jugendliche mit Verdacht auf Herzmuskelentzündung (Myokarditis)

Das Register wurde 2013 am Deutschen Herzzentrum Berlin gegründet und hat bisher prospektiv schon mehr als 500 Patienten und Patientinnen deutschlandweit einschließen können.

Hintergrund

Die Herzmuskelentzündung (Myokarditis) führt gerade im Kleinkindesalter häufig zu schweren Verläufen mit eingeschränkter Herzfunktion und der Notwendigkeit für Kreislaufunterstützungssysteme und Herztransplantationen sowie einer höheren Mortalität. Die Ursachen dafür sind bisher nicht ausreichend geklärt.

Projektziel

Als Register für Kinder mit Verdacht auf eine Herzmuskelentzündung hat sich MYKKE neben einer Standardisierung der Diagnostik und Therapie auch die weitere Erforschung der unterschiedlichen Krankheitsverläufe zum Ziel gesetzt.

Dies erfolgt durch Subprojekte, welche versuchen grundlegende Mechanismen der Erkrankung zu erforschen. Hierdurch werden bessere Erkenntnisse einer potentiell lebensbedrohlichen Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen gewonnen. Bisher gibt es nur wenige Daten dazu.

Bisheriges Projektergebnis

Bei dem Forschungsprojekt werden Daten über die Schwere der Erkrankung und den Verlauf erfasst. Inzwischen konnten mehr als 500 Patienten und Patientinnen aus ganz Deutschland in das weltweit größte Register dieser Art eingeschlossen werden. Aktuell beteiligen sich 26 Zentren in Deutschland an dem Myokarditis-Register. Eine Ausweitung auf Österreich und Schweiz ist in 2020 erfolgt. Damit ist MYKKE auch die größte Multi-Center-Studie bei Kindern mit Myokarditis.

Projektleiter sind, Prof. Dr. med. Stephan Schubert, Klinikdirektor der Klinik für Kinderkardiologie und angeborene Herzfehler, Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen, sowie PD Dr. med. Daniel Messroghli, Facharzt für Kardiologie und Oberarzt am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB). Studienärztin ist Dr. Franziska Seidel aus der Klinik für Angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie des DHZB.

 43_MYKKE_Projektteam

Erste Untersuchungen haben gezeigt, dass bei Kindern mit einem schweren Krankheitsverlauf häufig genetische Ursachen zu Grunde liegen und die Erkrankung beeinflussen können.

Zudem zeigten sich in immunologischen Untersuchungen Hinweise, die immunmodulatorische Therapien als Möglichkeit der Behandlung stützen. Durch die hohe Beteiligung an dem Register war es zudem möglich Patienten- und Patientinnengruppen mit unterschiedlichem Risiko für schwere Krankheitsverläufe zu unterscheiden sowie einen "Severity-Score" zu entwickeln.

Mit Hilfe dieses Bewertungssystems konnten die unterschiedlichen Schweregrade der Erkrankung definiert werden. Diese zeigen deutlich, dass die Krankheitsverläufe abhängig vom Alter der erkrankten Personen unterschiedlich schwer verlaufen. Kleine Kinder unter zwei Jahren erkranken häufig sehr viel schwerer als ältere Kinder und Jugendliche.

Projektinformationen
Partner: Deutsches Herzzentrum Berlin
Abt. für angeborene Herzfehler/ Kinderkardiologie
Förderung: 2019-2021

Fragen zur Stiftung?

Schreiben Sie uns:
E-Mail senden

Rufen Sie uns an:

030 / 869 833 19

Wir helfen Ihnen gerne
weiter.